Fast so gut wie Carmen Fenk

Die App VidRhythm sampelt Gesangsschnipsel und Beatboxing-Geräusche automatisch zu einer Pop-Nummer und liefert sogar ein Musikvideo mit.

Für eine Pop-Karriere braucht es minimales Talent – das dürfte dank der Schwemme an Casting-Shows hinlänglich bekannt sein. Da ist es nur folgerichtig, dass man am iOS-Gerät nach Lust und Laune dem Dilettantismus frönen und sich gleichzeitig als Superstar fühlen darf.
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Links: «Singe ‹Eeeeeh!› wie eine E-Gitarre!»
Rechts: Und so sieht man dann auf Youtube aus.
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Teuflische Balken

Strichcodes sind des Teufels – behauptet die Autorin Mary Stewart Relfe, und sie liefert stichhaltige Beweise. In jedem Code ist nämlich die satanische Zahl 666 enthalten. Die Verschwörungstheorie der Woche vom 6. Oktober 2011 widmet sich dem EAN und dem UPC und der satanischen Unterwanderung der Wirtschaft…

Selber Bücher verlegen? Ein Kinderspiel!

Druckerzeugnisse lassen sich in Auflagen von ein bis wenigen Dutzend Exemplaren einfach und günstig übers Internet bestellen.

Der Digitaldruck hat in den letzten Jahren rasante Fortschritte gemacht. Bei diesem Verfahren werden die Druckerzeugnisse wie beim Laserdrucker direkt vom Computer an die Maschine übergeben. Da keine Druckplatten benötigt werden, ist das Verfahren auch bei Kleinstauflagen günstig und schnell. Gleichzeitig sind immer raffiniertere Webshops entstanden, sodass man heute jegliche Drucksachen bequem per Internet bestellen kann. Man kann somit Publikationen in Farbe erstellen, ohne selbst ein entsprechendes Ausgabegerät besitzen zu müssen. Auch das Schneiden, Heften oder Binden erledigt der Dienstleister. Das kommt oft günstiger als die Eigenproduktion – zumindest, wenn man die eigene Arbeitszeit in die Rechnung miteinbezieht.
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Mal kurz die Welt retten

Die heutige Ausgabe des Tagesanzeiger hat es in sich: Ein toller Kommentar von Constantin Seibt unter dem Titel «Die Blochers, unsere Oligarchen». Die schöne Anleitung «So werden Sie Bundesrat» von Jean-Martin Büttner. Und die hervorragende Spitze von Peter Aeschlimann gegen die seltsame Spendentätigkeit von SRF: «Die Glashaus-Gang predigt wieder». Da macht Zeitungslesen nicht nur Spass, sondern auch intelligent.

Jingle-Geklingle
Dieses JRZ oder «Jeder Rappen zählt» geht mir wahnsinnig gegen den Strich. Über diverse Teaser in den letzten Wochen wurde das Publikum eingestimmt, und jetzt mit allen radiofonischen Mitteln Emotionen generiert. Adrian Stern singt, herzergreifend. Nik Hartmann seift die Leute ein (gekonnt, wie man anerkennen muss). Die Promis geben sich die Klinke in die Hand. Und das Publikum liket die Veranstaltung via Facebook. Denn «wir wollen sein ein einig Volk mit Hühnerhaut», wie es Aeschlimann ausdrückt. SRF mit Müttern in Not das drittemotionalste Thema ever ausgesucht. (Mehr Hühnerhaut und Ergriffenheit auslösen könnte man nur mit Babys in Not und, Achtung, bitte anschnallen, „Mal kurz die Welt retten“ weiterlesen

Programmen den Internetzugang verwehren

In Windows 7 ist es möglich, via Firewall einzelnen Programmen den Internetzugang zu verwehren. Das verhindert wirkungsvoll, dass manche Softwareprodukte unerlaubt «nach Hause telefonieren».

Manche Programmen geht es wie E.T., dem Ausserirdischen: Sie spüren einen unbezähmbaren Drang, nach Hause zu telefonieren. Das tun sie oft aus legitimen Gründen – um beispielsweise nach Updates zu suchen. Mitunter sind aber auch Motive mit im Spiel, die nicht unbedingt im Sinn des Anwenders sind. Beispielsweise, wenn es darum geht, Informationen über die Nutzung zu übermitteln. Und oft genug ist überhaupt nicht ersichtlich, weswegen manche Anwendungen Datenübertragungen abhalten.

In solchen Fällen bietet Windows 7 eine wirksame Methode, undurchsichtigen Datentransfer einen Riegel zu schieben. In der Firewall lässt sich nämlich pro Programm der Zugang zum Internet sperren. Das funktioniert gut – aber natürlich nur dann, wenn ein Programm für seine eigentliche Aufgabe Internetzugang benötigt. In diesem Fall würde es nach der Blockierung schlicht nicht mehr arbeiten. In so einem Fall hilft bei dubiosen Programmen nur die Deinstallation und das Umsatteln auf ein Produkt, das sich bezüglich Datenverkehr unverdächtig benimmt.
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Hallo Welt, hier ist mein WLAN

Ein Kummerbox-Leser hat mir neulich die Frage gestellt, was diese seltsamen Namen in der Netzwerkanzeige seines Rechners eigentlich sollen. Wie es scheint, hat er seinen Computer per Ethernet am Router angeschlossen, Wifi aber trotzdem eingeschaltet. Und da waren halt einige Netze zu empfangen. Unter anderem eines, das heisst, wie einer seiner Nachbarn – wie dem Herrn aufgefallen war.
Klar – mein WLAN-Netz, damit sende ich eine Botschaft in die Welt hinaus. Auch wenn die Reichweite nur begrenzt ist, wird sie doch von der Umgebung wahrgenommen und auch von vorbeifahrenden Google-Street-View-Autos aufgepickt. Da sollte man sich natürlich schon einige Gedanken machen, was für eine Botschaft man versendet. Witzlos ist, einen Namen wie «Linksys» oder «hpsetup» in die Welt zu tragen. Damit sagt man eigentlich nur: «Hier hat ein DAU sich einen Router gekauft und ihn sogar eingeschaltet bekommen.»
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Fünf wahre Verschwörungstheorien

Verschwörungstheorien sind meistens eines: Unbewiesene und schwer zu beweisende Theorie. Es gibt aber auch Theorien, die sich irgendwann als wahr entpuppen. In der Verschwörungstheorie der Woche vom 3. November 2011 geht es um fünf Theorien, die sich allen Unkenrufen zum Trotz als wahr entpuppt haben. Und: Es sind nicht unbedingt Theorien dabei, die man gern hätte glauben mögen…

Die Internet-Schuhschachtel für die alten Fotos

1000memories.com verbindet alte Fotos mit dem Familienstammbaum. Und die Website verspricht, die «so dauerhaft wie irgendwas» zu speichern.

Fotos sind ein wichtiger Bestandteil unseres kollektiven Gedächtnisses – laut einer überschlagsmässigen Rechnung von Jonathan Good im Beitrag «How many photos have ever been taken?» werden inzwischen pro Jahr 375 Milliarden Fotos gemacht, was sich auf ein atemberaubendes Total von 3,5 Billionen beläuft. Auch im familiären Umfeld sind Fotos ein wesentlicher Bestandteil der Historie. Auch wenn sich die Zahl auf wenige Dutzend beläuft, ist es gut möglich, dass nach dem Tod der Grosseltern oder anderer Verwandter Fotos die einzige Verbindung zu den Vorgängergenerationen bilden. Selten existieren Familienchroniken oder auch nur Aufzeichnungen über wichtige Ereignisse, über Berufe, Wohnortwechsel oder soziale Engagements.
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Zeit sparen mit Windows

Viele Anwender sind sich gewöhnt, Windows mit allerhand Methoden zu warten, zu pflegen und zu bereinigen. Die schlechte Nachricht: Die meisten dieser Massnahmen bringen überhaupt nichts. Die gute Nachricht: Wenn man auf sie verzichtet, spart man enorm viel Zeit.

Das so genannte Mikro-Management gilt als einer der grössten Fehler, die ein Manager tun kann: Eine hochdotierte Führungskraft, die Spesenabrechnungen kontrolliert oder nach günstigeren Bezugsquellen für Lasertoner sucht, statt sich um die wichtigen Dinge zu kümmern.

Auch in der Windows-Welt ist der Hang zum Mikro-Management weit verbreitet. Vor allem langjährige Anwender glauben, sich ständig um diverse Belange des Betriebssystems kümmern zu müssen. Das kommt nicht von ungefähr. In den dunklen DOS-Tagen und in den Anfängen der Windows-Ära ging es nicht ohne Hilfsprogramme, ohne manuelle Eingriffe und all die vielen Utilities von Norton, Central Point oder Quest.
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Das Internet als Soundfundgrube

Einige Tipps zu Plattformen, die sich mit dem Soundtausch für Musiker widmen, Titel mit Creative-Commons zur freien Verwendung anbieten oder Klangeffekte und Ambient-Sound bereithalten –für Audioproduktionen und einfach zum Vergnügen.

Das Internet bevorzugt Augenmenschen – unzählige Foto-Websites, Videoplattformen, Blogs und Texte gibt es visuell zu geniessen. Unterhaltung für die Ohren gibt es wenig – wenn man von Webradios und einigen Audio-Podcasts absieht. Und einigen feinen Plattformen rund um Musik und Audio, von denen hier einige vorgestellt werden:

jamendo.com
«Entdecke den wahren Wert der freien Musik», ist das Motto der Luxemburger Plattform Jamendo.com. Sie bietet alternative Musik, ein neues Vertriebsmodell – und ganz viel legalen, kostenlosen Sound. Frei bedeutet im Kontext dieser Plattform, dass es um Musik geht, deren Rechte nicht von Verwertungsgesellschaften wie der Schweizer Suisa oder der der deutschen Gema vertreten werden. Die Lizenzierung erfolgt nicht exklusiv und wird vom Künstler gesteuert. Er gibt seine Werke unter einer Creative Commons-Lizenz und bestimmt die Nutzungsmöglichkeiten über Jamendo. So kann die kommerzielle Nutzung eines Tracks erlaubt oder verboten werden, ebenso Remixes.
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