Twitter und Facebook als Nachrichtenlieferanten

Summify sammelt auf Facebook und Twitter Links, und stellt daraus eine individuelle Nachrichten-Seite zusammen. Themen, die häufig erwähnt wurden, landen zuoberst. So entsteht ein von Freunden und Gefolgten geprägter Newsmix.

Über soziale Medien werden Belanglosigkeiten privater Natur ausgetauscht. Doch nicht nur. Für manche Nutzer werden Twitter und Facebook zu wichtigen Informationsquellen, die Neuigkeiten zwar nicht geordnet, dafür aber schnell und breit gefächert liefern.

«Nicht geordnet» ist allerdings eine Untertreibung: Links zu Newsbeiträgen kommen, wie sie gerade gepostet werden – in willkürlicher Reihenfolge und oft doppelt oder mehrfach. Da ist dann doch das wohl geordnete, sauber aufbereitete Newsmedium die praktischere Quelle.

News-Magazin à la Flipboard
Es gibt indes immer wieder Anstrengungen, den chaotischen Output der sozialen Netze in geordnete Bahnen zu lenken. Flipboard ist eine iPad-App, die 2010 für Furore sorgte, weil sie die Informationen aus verschiedenen Kanälen sammelt und als persönliches Magazin präsentiert.

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Die Storys des Tages, von Freunden auf Facebook und Twitter gepostet, von Summify sortiert und präsentiert.

Diese Idee ist bestechend, und sie hat längst für Nachahmer gesorgt. Ein ähnliches Projekt, das nicht aufs iPad beschränkt ist, nennt sich summify.com. Dieser Webdienst ist seit Juli 2011 am Start. Er nimmt das Twitter-Handle entgegen, verbindet sich mit Facebook und sucht fortan nach den Newsbeiträgen. Diese werden optisch ansprechend auf der persönlichen Seite angezeigt. Zuoberst stehen die Geschichten, die am häufigsten getweetet oder auf Facebook erwähnt wurden.

Nützliche Konfigurationsmöglichkeiten
In den Einstellungen zu Summify unter Summary gibt man die Zahl der News-Stories an. Bei Frequency (Häufigkeit) gibt man an, ob man einmal täglich, mehrmals pro Tag oder nur alle zwei bzw. drei Tage eine Zusammenfassung erhalten möchte. Die Zusammenfassung kann öffentlich oder privat erfolgen und auch gleich automatisch auf Twitter oder Facebook gepostet werden. Was gewissermassen zu einer sozial-medialen Rückkoppelung führt. Es ist auch möglich, sich per E-Mail oder Twitter-Direktmitteilung über die Zusammenfassung informieren zu lassen.

Fazit: Ein praktischer Dienst, der bestens funktioniert und immer wieder interessante Geschichten zutage fördert – gerade dann, wenn man seine Twitter-Timeline und die Facebook-Meldungen nur überflogen hat. Wer seine Freunde auf den sozialen Netzen sorgfältig auswählt und nur ähnlich tickenden Leuten folgt, erhält auf diese Weise einen individuellen Newsmix, der überdurchschnittlich viele lesenswerte Dinge enthält.

Auch wenn man Summify sehr gut übers Web nutzen kann, gibt es (natürlich) trotzdem eine App. Sie ist kostenlos fürs iPad, iPhone, und den iPod touch im App Store erhältlich (iOS 4.x oder höher ist erforderlich).

Alternative sind tweetedtimes.com, paper.li, tweetmeme.com und im weiteren Sinn auch stufftotweet.com.

Autor: Matthias

Diese Website gibt es seit 1999. Gebloggt wird hier seit 2007.

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