Geschrumpfter Spider

Gute Güte, ich werde immer noch älter! Und irgendwie noch berechenbarer, als ich eh schon immer war. Ich bin nämlich drauf und dran, an eine Tradition anzuknüpfen, die ich vor vier Jahren in diesem Blog angefangen habe. Ich habe damals nämlich meinen Smartvote-Smartspider mit dem Smartvote-Smartspider von vor vier Jahren verglichen und mich darüber ausgelassen.
Smartvote ist, um das für die Politabstinenten und die ausländischen Leser einmal zu erklären, eine Schweizer Online-Wahlhilfe. Man beantwortet eine Unzahl von Fragen, gewichtet sie und erhält dann am Schluss eine Liste von Politikern aus dem Kanton, die am besten mit den eigenen Ansichten übereinstimmen. Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, diese Liste dann ziemlich unverändert in die Wahlzettel einzutragen. (Für die aktuelle Wahl habe ich mir allerdings erlaubt, einige Modifikationen vorzunehmen.)
Also, fand ich, könnte ich im Sinne des Traditionsbewusstseins und des Erkenntnisgewinns, das dieses Jahr wieder machen. Das Resultat ist ja durchaus interessant (naja, für mich jedenfalls, aber deswegen erscheint dieser Beitrag ja in der Rubrik «Egomania»). Es fällt auf, dass der Spider zunehmend schrumpft, richtiggehend vom Fleisch fällt. Nun, es ist ja so, dass man mit dem Alter dünner und tattriger wird. Ich hatte allerdings doch gehofft, dass das nicht so schnell gehen würde. Immerhin, manche Veränderungen lassen sich angesichts diverser Ereignisse der letzten Jahre durchaus erklären.
Bei einem zweiten Blick könnte man allerdings auch zum Schluss kommen, dass der neue Spider in vielen Fällen die Position zwischen 2003 und 2007 einnimmt. Könnte sein, dass ich mich politisch so langsam auf die absolute Ideallinie einpendle… Und das wiederum wäre doch höchst erfreulich…
smartspider2011.png

Autor: Matthias

Diese Website gibt es seit 1999. Gebloggt wird hier seit 2007.

3 Gedanken zu „Geschrumpfter Spider“

  1. Ich frage mich, ob die geänderte Form der Spider wirklich durch eine veränderte politische Haltung deinerseits zu erklären sind. Eine andere Möglichkeit ist die Ungenauigkeiten in der Berechnung. Es werden ja jedesmal andere Fragen gestellt. Da müssen zunächst einmal die richtigen Fragen formuliert werden. Bei der Umsetzung der Fragen in mathematische Dimensionen müssen die Smartvote-Macher mehr oder weniger willkürliche Entscheide fällen. Dann geht es noch darum, die Antworten zu gewichten. Es gibt massenhaft Möglichkeiten, Fehler zu machen, wie deine Darstellung bestens illustriert.

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