Windows und die Sauordnung

Der Autoplay-Dialog, zu Deutsch «Automatische Wiedergabe», sollte für externe Speichermedien sinnvolle Befehle anbieten. Das tut er aber erst, wenn man Altlasten den Garaus macht.

Ich war vorgestern bei Microsoft in Wallisellen und habe festgestellt: Alles schön aufgeräumt dort. Keine herumliegenden Müllsäcke in den Ecken der Büros. Auf dem Parkplatz weit und breit nirgends Elektroschrott. Es gibt auch keine Anzeichen dafür, dass abgelegte Mitarbeiter unsachgemäss entsorgt werden. Es ist zu konstatieren: Die Leute können Ordnung halten.

Darum frage ich mich natürlich: Warum kann dann dieses verflixte Windows keine Ordnung halten?!?

Es ist bekannt, dass c:\windows nur zu einem kleinen Teil Systemdateien enthält und die überwiegende Zahl der Dateien dort drin irgendwie von Windows 3.1 zurückgeblieben ist. Die Registry ist offenbar der Idee entsprungen, eine Bibliothek mit einer Müllhalde zusammenzulegen. „Windows und die Sauordnung“ weiterlesen

Das Revival der Bookmarks

Firefox Home ist eine App fürs iPhone, die am Telefon und Tablet Zugriff auf die via Firefox Sync gespeicherten Lese­zei­chen gibt. Auch die bei Windows und Mac geöffneten Reiter sind am Smart­phone ersicht­lich.

Eine App, die sich für mich innert Kürze als total nützlich entpuppte, ist Firefox Home. Sie bringt im Zusammenspiel mit der neuen Synchronisation aus Firefox 4 Lesezeichen, Tabs und den Verlauf aufs iPhone.

Nebst den Lesezeichen erscheinen die am PC oder Mac geöffneten Websites in einer Übersicht.

Die Synchronisationsfunktion hat mich dazu bewogen, meine jahrelang vernachlässigte Lesezeichensammlung aufzuräumen und zu konsolidieren. „Das Revival der Bookmarks“ weiterlesen

Den Stecker gezogen

Der Kanton Zürich stellt den Versuch mit der elektro­nischen Stimm­ab­ga­be (E-Voting) ein. Der angeb­liche Grund ist die geringe Akzep­tanz beim Stimm­volk. Vermutlich waren es eher die hohen Kosten und viel­leicht auch Be­denken bei der Sicherheit, die zum Ende ge­führt haben.

In den Wahlunterlagen für die Kantons- und Regierungsratswahlen im Kanton Zürich vom 3. April 2011 fand sich dieses Zettelchen in schmuckem Magenta:

Natürlich würde man auch gern etwas über die Gründe erfahren. In einem Artikel im Der Landbote steht Folgendes:

Aus Sicherheitsgründen kann bei den (gemeindeübergreifenden) Wahlen seit 2010 nämlich nicht mehr elektronisch abgestimmt werden. Weil dieses Jahr, je nach Gemeinde, bis zu sechs von sieben Abstimmungstermine Wahltermine sind, wollte man den Stimmbürgern das Hin und Her ersparen. «Die Situation wäre zu verwirrlich», sagt etwa der Gemeideschreiber von Männedorf, Hannes Friess, auf Anfrage. (Der Landbote, 15.01.2011, Seite 27)

Dumme Stimmbürger?

Wirklich? Wäre der Stimmbürger wirklich überfordert, wenn in den Unterlagen ein Zettel in schmuckem Magenta beiliegen würde, auf dem stehen könnte: «Elektronische Stimmabgabe bei diesem Wahlgang aus technischen Gründen nicht möglich»? Ich glaube nicht.

Im Tagi steht nebst dem gleichen noch ein anderer Grund: „Den Stecker gezogen“ weiterlesen

Was aus der Klangwolke fällt

Soundcloud ist eine neue Online-Commu­nity für Musiker, die ihre Werke in Eigen­regie und ohne Platten­firma ver­öf­fent­lichen wollen. Sie taugt auch für Podcasts. Des­wegen gibt es hier auch meine «Ver­schwö­rungs­theo­rie der Woche» zu hören.

SoundCloud.com ist eine interessante Website für Audio. Sie ist für Musiker gedacht, die via Internet zusammenarbeiten wollen. Dafür kann man sekundengenaue Kommentare oder Bearbeitungswünsche platzieren. Dateien lassen sich im Browser anhören oder im Original, beispielsweise als fettes WAV herunterladen.

Die Klangwolke, für Musik und Podcasts.

Eigene Dateien behandelt man nach allen Regeln der Web-2.0-Kunst: Man hängt ihnen Tags an, weist ihnen eine Creative-Commons-Lizenz zu, deklariert sie als öffentlich oder privat, gibt ihnen ein Cover-Art-Bildchen und natürlich einen Titel, eine Beschreibung und eine Kategorie.

Und selbstverständlich gibt es Apps für alle möglichen und unmöglichen Plattformen: „Was aus der Klangwolke fällt“ weiterlesen

Fragmentierte Software-Welt

Ich habe analysiert, welche Mail­pro­gram­me die Lese­rinnen und Leser benutzen, die Fragen an die Kum­mer­box ge­stellt haben. Es zeigt sich eine viel­fäl­tige Pro­gramm­land­schaft – insge­samt sind fast hun­dert Pro­gram­me im Einsatz.

Wieder mal eine dieser ominösen Statistiken! Ich habe mich einmal über die Kummerbox-Mails hergemacht. Dieses Mal wollte ich herausfinden, was die Leute denn so für Mailprogramme benutzen: Eine kleine Untersuchung zu den Marktanteilen der Mailclients und deren Verteilung über elf Jahre, von 2000 bis 2011.

Zuerst ein kleiner Disclaimer: Die Statistik ist nicht wissenschaftlich. Die Daten stammen von den Leuten, die Mails an die Kummerbox geschickt haben. Es sind 22’106 Nachrichten eingeflossen, wobei ich keine Bereinigung der Absender durchgeführt habe – das wäre aufwändig geworden, da viele der mehrfach vorhandenen Absender über die Jahre das Mailprogramm gewechselt haben, weswegen ich die Dubletten nicht einfach ausfiltern wollte.

Trotz der Mängel der Datenbasis scheint mir das Resultat durchaus verallgemeinerungsfähig. Hier erst einmal die Zahlen: „Fragmentierte Software-Welt“ weiterlesen