Reinstecken, glücklich sein!

Wenn es etwas gibt, das man nur als grotesk, absurd und obszön bezeichnen kann, dann ist es mein Verbrauch an Kopfhörern. Die Dinger rinnen mir nur so durch die Finger, falls ihr mir bei meinen Ausführungen etwas Poesie gestattet. Sie scheiden dahin, gehen von dannen, weil sie mich oder meinen Umgang mit ihnen nicht mögen. Oder vielleicht auch, weil es die Hersteller darauf anlegen, dass so ein Stöpselchen nur drei Monate hält, um dann wie von Zauberhand auseinanderzufallen und ersetzt werden zu müssen?
Kann sein, aber zugegebenermassen gehe ich mit den Teilen nicht pfleglich um. Ich stopfe sie meist lieblos in eine meiner Tasche, brauche sie bei Regen und Übersättigung an Luftfeuchtigkeit, brauche sie viel und auf das Thema des Ohrenschmalzes gehe ich jetzt nicht näher ein (das ist nämlich überhaupt gar kein Problem, nur das Ihr es wisst!). „Reinstecken, glücklich sein!“ weiterlesen

Aw-yeah!

Ich muss von meiner neuesten Lieblings-App künden! Sie heisst Tap DJ. Man gibt den Disc Jockey und hat zwei Plattenteller und ein kleines Mischpult zur Verfügung. Man kann, wie es sich gehört, die spielende Platte abbremsen und rückwärts drehen, ohne dass die Nadel rausspringt (wie das bei NIcht-DJ-Turntables der Fall ist, wie ich einst leidvoll erfahren musste), man kann das Tempo der Platte steuern und zwischen zwei drehenden Tellern crossfaden.
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Also genau das richtige für Leute wie mich, die gerne DJ spielen, ohne gigantische Plattentaschen durch die Gegend schleppen und sich die Nächte in stickigen Clubs um die Ohren schlagen zu müssen (wobei ich über gewisse Credentials verfüge, indem ich Ende der Achtziger ein paar Mal im Jugendkeller Schaffhausen Vinyl aufgelegt habe).
… übrigens, wisst ihr, was ich grad Schockierendes auf Wikipedia gelesen habe? „Aw-yeah!“ weiterlesen

Zwei, drei Stündchen verplempern

Kürzlich bin ich über ein neues Nerd-Spielzeug gestolpert. Es heisst Pixelbender, stammt von Adobe und ist eine Schnittstelle zu Photoshop, Flash und After Effects. Der Name scheint mir äusserst treffend, denn was Pixel Bender tut, ist Bildpunkte durch die Mangel zu drehen. Das geschieht dank Hardwarebeschleunigung sehr zügig. Die Erweiterung nutzt automatisch die Möglichkeiten, die je nach Hardware vorhanden sind, beispielsweise Bildberechnung mittels GPU. Mit potenter Schützenhilfe schafft es Photoshop, aufwändige Effekte in Echtzeit zu berechnen. Oder, bei sehr grossen Bildern, mit kurzer Wartezeit. Die Effekte lassen sich dynamisch auf Videos anwenden. Ein Beispiel für ein Video, das man während der Wiedergabe mit wählbaren Pixel-Bender-Effekten verfremden kann, findet sich auf brooksaus.com.
Möglich ist auch, Flash-Filme mit «live»-Effekten auszustatten. Ein Beispiel dafür findet sich in David Lenaerts’ Blog, wo ein Rauchfähnlein dem Mauszeiger folgt. „Zwei, drei Stündchen verplempern“ weiterlesen