Wider den Checkin-Stress

✓In macht das Leben von uns Nutzern von Checkin-Apps leichter, indem sie uns in einem Aufwisch bei Gowalla und Foursquare anmeldet.

Nerds sind doch ein komisches Völkchen. Eines ihrer unbestreitbaren Talente besteht darin, sich selbst einen Heidenstress zu machen. Zum Beispiel, indem sie glauben, sich bei Diensten wie Gowalla und Foursquare einloggen zu müssen, sobald sie ihren Aufenthaltsort um einige Meter verändern. Was das bringen soll, weiss keiner.

Allerdings schadet es auch nicht, wie zum Beispiel die Website pleaserobme.com einen glauben machen will. Wenn man sich um acht Uhr morgens an seinem Arbeitsort einloggt, verrät man damit nicht wirklich ein Geheimnis. Und ich gehe davon aus, dass die meisten Nutzer so klug sind, sich nicht unbedingt im Bordell ihres Vertrauens oder beim Konkurrenzunternehmen einzuloggen, wenn sie Top-Secret-Abwerbungsgespräche führen. Und übrigens: „Wider den Checkin-Stress“ weiterlesen

Der Kindle 3 ist mein Verdienst

Vor knapp zehn Jahren habe ich behauptet, dass E-Books komplett überflüssig sind. Und jetzt ist Amazons Lesegerät für elektronische Bücher mein Lieblingsgadget: Wie der Meinungsumschwung geschehen konnte – und was mir an diesem Gerät gefällt.

Im Jahr 2001 habe ich folgenden denkwürdigen Satz geschrieben:

Solange es noch Wälder, Papierfabriken und Buchdruckereien gibt, sind E-Books etwas vom Überflüssigsten, was die Welt je gesehen hat. (Tagesanzeiger, 10.Dezember 2001, Seite 57)

Und jetzt ist tatsächlich der Kindle 3 mein Lieblingsgadget der Stunde. Ich könnte mich damit herausreden, dass es dozumals noch keine E-Ink gab und auch kein Whispernet, mit dem man Bücher innert weniger Sekunden lädt. Ich könnte auch meine Technikverliebtheit als Entschuldigung ins Feld führen. Oder behaupten, dass die damalige harsche Ablehnung von Journalisten die Entwicklung derart befeuert hat, dass wir heute die schönen E-Book-Reader überhaupt haben.

Sprich: Dass der Kindle 3 eigentlich mein Verdienst ist. Das gibt einen schönen Titel für dieses Posting. Aber ich nehme an, die Mehrheit der Leser wird diesem raffinierten Argument nicht folgen.

Der Einstieg ins E-Book-Zeitalter mit Amazons Lesegerät.

Jedenfalls habe ich nicht alle meine Argumente gegen die Ebooks auf dem Altar des Fortschritts geopfert. „Der Kindle 3 ist mein Verdienst“ weiterlesen