Ich sag zum Abschied leise Batch-Datei

Für diesen Beitrag habe ich in meinen Kategorien extra den Eintrag «Nerdpost» eingerichtet. Sie ist den Tipps vorbehalten, die ich mit gutem Gewissen nicht in der Kummerbox des Tagesanzeiger veröffentlichen kann, weil ich mir sonst zu Recht die Frage gefallen muss, ob ich denn noch bei Trost sei.
In meinem Blog habe ich diesbezüglich keine Scham: Da nehme ich Worte wie Editor für lokale Gruppenrichtlinien in den Mund, ohne dabei rot zu werden. Denn so umständlich das Ding auch benannt ist und so undurchsichtig Microsoft es gestrickt hat: Es kann nützliche Dinge bewirken.
Also, nachdem das zu erwartende Schmerzlevel in diesem Nerdpost nun geklärt ist, zu der eigentlichen Angelegenheit:
Es ist ja so, dass man bei Windows ohne Aufwand Programme automatisch starten kann. Man tut dazu nichts anderes, als eine Verknüpfung zu diesem Programm in den Ordner Alle Programme > Autostart zu legen. Nun möchten viele Leute (ich, zum Beispiel) aber auch Dinge beim Abschalten automatisch in Betrieb setzen. Das klassische Beispiel dafür ist die Datensicherung. Die soll automatisch beim Herunterfahren durchgeführt werden.
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Von Apple ausgetrickst

Wer, wie ich, es sich nicht verklemmen konnte, auf dem iPhone 3G iOS 4 zu installieren, wird darob keine Freude haben: Abstürze noch und nöcher, Hänger und Ruckler, das unendlich drehende Rädchen und mitunter auch eine übelst stotternde Audiowiedergabe. Man fühlt sich ins vorletzte Jahrhundert zurückversetzt, wo ein Betriebssystem-Update die Hardware an den Rand eines Kollapses brachte.
Das frage ich mich: Warum regt sich alle Welt über das angebliche Antennenproblem des iPhone 4 auf, und nicht über dieses viel gravierendere Problem? Die Antennensache dürfte für die stolzen Besitzer eines iPhone 4 ein verschmerzbares Übel sein. Falls sie es überhaupt bemerken, müssen sie sich bei Apple halt eine Gratishülle besorgen. Kein grosses Ding.
Dass ein Telefon durch ein System-Update annähernd unbrauchbar wird, halte ich für ein wirkliches Problem und für einen kleinen Skandal. Zumal ich Apple eine Absicht unterstelle. Denn was wird in vielen Fällen die Reaktion des gepeinigten iPhone-User auf die unerträgliche Langsamkeit seines Geräts sein?
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Schwach, Google, ganz schwach

Nun zieht Google bei der Wave den Stecker:

We don’t plan to continue developing Wave as a standalone product, but we will maintain the site at least through the end of the year and extend the technology for use in other Google projects.

Weil Googles Erwartungen nicht erfüllt wurden – und das Produkt nicht innerhalb eines Jahres E-Mail und sämtliche anderen Kommunikationsmittel vom Angesicht der Erde gefegt hat:

But despite these wins, and numerous loyal fans, Wave has not seen the user adoption we would have liked.

Bei Google, dem Milliarden-Unternehmen, treten manchmal erschreckend kindische Züge zutage. Die Wave nach so kurzer Zeit zu beerdigen, ist eine infantile Trotzreaktion: «Ihr liebt unsere Wave nicht – also machen wir sie kaputt.» Vielleicht ist es einfach nur dumm. „Schwach, Google, ganz schwach“ weiterlesen

Die Dummköpfe von CNN

Viele Journalisten sind nicht gerade Fans von Bloggern; das weiss man ja. Da sind auf der einen Seite die Hüter von Nachrichten und Inhaber der vierten Gewalt, die sich diese Rolle nicht streitig machen lassen wollen. Und da gibt es zum anderen die Kinder des Internet, die das mächtige Sprachrohr, auf ihre Weise nutzen. Man buhlt um ein gemeinsames Publikum, um Aufmerksamkeit und um die Deutungs- und Interpretationshoheit. Eine gesunde Rivalität ist nicht verkehrt. Was Medien verbreiten, ist überprüfbar anhand der alternativen Nachrichtenquellen. Wir Journalisten sind nicht mehr alleinige Wächter des grossen Rohrs, aus dem der Nachrichtenfluss quillt. Und unsere Rolle als «Gatekeeper» wurde in den letzten Jahren sehr relativiert. Gut so. Das soll uns ein Ansporn sein, uns zu überlegen, wem wir verpflichtet sind. Und auch, unseren Berufsethos hochzuhalten: Fairness, Distanz, Unabhängigkeit, der ganze alte Kram, halt.
Das fällt Journalisten aber offenbar schwer. Ein eklatantes Beispiel dafür ist der Beitrag auf CNN, den man sich auf newsbusters.org ansehen kann und bei dem es mir fast die Schuhe auszieht (via Noagenda.com): „Die Dummköpfe von CNN“ weiterlesen