Rein ist was anderes als raus

Ich komme nicht umhin, Microsoft für ein überaus benutzerunfreundliches Detail in Outlook zu kritisieren: Die Export-Funktion ist kaum aufzufinden, weil man x-mal auf teils widersprüchlich benannte Befehle klicken muss.

Ja, ich komme inzwischen wie ein hassgetriebener Microsoft-Basher rüber. Aber was will ich machen? Es ist mir Pflicht und innerer Drang, auf jedwede Benutzerunfreundlichkeiten hinzuweisen. Schliesslich gibt es dafür eine Kategorie in meinem Blog.

Und Microsoft wird nicht müde, mir Material für diese Kategorie zu liefern.

In Outlook 2010 gibt es eine Benutzerunfreundlichkeit, die schon an den ultimativen Klassiker herankommt. Der ultimative Klassiker ist natürlich der Windows-Start-Knopf, den man betätigen muss, um Windows zu beenden.

Es geht in diesem Blogpost um den Vorgang des Exportierens. Das Exportieren ist bekanntlich der Vorgang, bei dem man Daten aus einem Programm entnimmt. Man holt irgendetwas aus dem Speicher heraus.

Man muss auf «Öffnen» klicken, um zu exportieren

Um in Outlook 2010 einen Exportvorgang durchzuführen, wählt man im Menüband die Rubrik Datei. So weit, so logisch. Schliesslich ist es mein Bestreben, am Ende eine Datei zu erhalten, in der meine Daten stecken.

Weniger logisch ist dann allerdings, dass ich die Rubrik Öffnen öffnen muss. Die Vorstellung beim Öffnen ist, dass ich Daten in mein Programm hereinhole, und das ist nicht, was ich tun will. Es wird aber noch unsinniger. „Rein ist was anderes als raus“ weiterlesen

Reduce to the min

Der neue Schlankheitswahn bei der Software: Programmoberflächen werden entrümpelt und Programme kommen plötzlich übersichtlich und aufgeräumt daher.

Wenn Firefox 4 in der ersten Beta zum ersten Mal am Bildschirm erscheint, glaubt man erst, versehentlich das Icon von Google Chrome angeklickt zu haben.

Mozilla hat sich extrem stark von Chrome inspirieren lassen; und gibt damit Google recht. Die haben immer behauptet, sie würden Chrome lancieren, um für Innovation und Inspiration zu sorgen.

Steckt Google hinter diesem Trend?

Google als prägende Kraft. Oder vielleicht auch nicht. „Reduce to the min“ weiterlesen

Lightroom 3 quetscht die Welt zurecht

Die Objektivkorrektur in Adobes Bildverwaltungsprogramm ist beeindruckend: Sie entzerrt auch Fischaugen-Bilder vollautomatisch.

Letztes Wochenende hat in Winterthur das Albanifest stattgefunden. Das ist eine hervorragende Gelegenheit, um die Welt von oben zu sehen und sie auch so zu fotografieren. Sprich: Auf dem Riesenrad am Neumarkt einen Blick über die ganze Stadt zu wagen und Fotos aus dieser sonst unerreichbaren Perspektive zu machen.

Ich habe für diesen Zweck das Fischaugenobjektiv aufgesetzt und diese Bilder durch Lightroom 3.0 gejagt. Äusserst neugierig war ich auf die neue Objektivkorrektur: Denn wie könnte man die besser testen, als mit Verzerrungen, wie sie ein Fisheye produziert?

Die Objektivkorrektur funktioniert ganz simpel

Und Adobes neues Feature nötigt mir Respekt ab. Das Objektiv wird automatisch erkannt; man braucht nichts weiter zu tun, als unter Objektivkorrekturen den Reiter Profil auszuwählen und die Option Profilkorrekturen aktivieren einzuschalten. Und schon wird das Bild vollautomatisch entzerrt.

Sprich: Aus dieser Aufnahme…

Das Foto in voller Fischaugen-Pracht!

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Microsoft ist des Wahnsinns. q.e.d.

In Windows Live Mail alltägliche Probleme zu lösen, ist unglaublich aufwändig. Das zeigt, wie benutzerunfreundlich Microsofts Software im Kern ist.

Warum?

Weil man als Anwender eines Microsoft-Produkts – als Beispiel sei Windows Live Mail genannt –, gezwungen wird, solche Problemlösungen durchzuackern.

Das ist eine echte Anleitung, in gekürzter Form wiedergegeben, die ich ab und zu als Antwort auf eine Kummerbox-Frage versende:

Vorbemerkung

Ich sehe bei Windows Live Mail immer wieder Probleme mit der Ablage der E-Mails, sodass ich davon ausgehe, dass die Software diesbezüglich einfach schlecht funktioniert. Ich empfehle daher, bei wiederkehrenden Problemen auf eine andere Software auszuweichen. Meine Empfehlung ist Mozilla Thunderbird.

Wenn Sie an Windows Live Mail festhalten möchten, würde ich empfehlen, die mühselige Prozedur auf sich zu nehmen, und die Mailablage der Software zu bereinigen. Zuvor sollten Sie den ganzen Datenbestand, d.h. den ganzen «Windows Live Mail»-Datenordner sichern. „Microsoft ist des Wahnsinns. q.e.d.“ weiterlesen