Wer gute Antworten will, muss die richtige Frage stellen

Die neue Suchmaschine Wolfram-Alpha im Test: Bringt sie mehr Unabhängigkeit von Google?

Eine neue Suchmaschine! Hohe Erwartungen! Banges Hoffen! Wird Wolfram-Alpha uns endlich etwas Unabhängigkeit von Google geben? (Wie gross die ist, haben wir vorgestern erlebt.)

Nun ist Wolfram-Alpha aus der geschützten Kinderstube entlassen und den Webnutzern zum Frass vorgeworfen worden. Gestern Freitag wurde die «Antwortmaschine eingeschaltet. Und war bei den ersten Tests doch um die viele Antworten verlegen:

Hm? Wird Wolfram Beta das vielleicht kennen?
Zu freundlich. Aber nein, so weit kommts noch!

Nächste Frage: Zugegeben, das ist schmaloses Ego-Googling… pardon, schamloses Ego-Wolframalphaing und natürlich tut die Antwortmaschine gut daran, sich nicht auf dieses Niveau herabzulassen.

Nicht ganz auf der Höhe der Zeit

Also, eine vernünftige Frage:

Knapp ungenügend. Die Einwohnerzahl von Winterthur hat im Juli 2008 die 100’000er Schwelle überschritten und die Stadt ist jetzt eine Grossstadt. Aber Wikipedia zeigt auch noch eine fünfstellige Zahl, die mit 96’462 aber nicht ganz so alt ist.

War wohl nichts. Dann for Something Completely Different:

Wohl nicht verkehrt, aber wer will das wissen?

Nun denn, was Eindeutiges:

Freunde herrscht nicht.

Ich bin ganz eindeutig zu schweizzentriert. Das erkannt und was Uneidgenössisches gefragt:

Danke, das wusste ich nicht. Will ich aber auch nicht wissen.

Ich frage mal konkreter:

Aha, wir kommen der Sache näher. Mr. Wolfram will klare Fragen, nicht bloss ein Stichwort.

Das kann ich ihm bieten.

Zugegeben, das war eine Fangfrage. Dann ohne Fallstrick.

Wolfram Alpha lässt sich nicht auf die Äste raus

Was ist Wolframs Meinung zu den Ausserirdischen?

Da wüsste Wiki aber mehr! Also, andere Frage: Finanzkrise? Kennt Wolfram nicht (schön für ihn). Drug trafficking? Hat er keine Meinung dazu. Guillotine? Bringt nichts zum Klingeln.

Dann weiter mit etwas Geschichtlichem: «Year 1291»?

«The year 1291 was 718 years ago?» Jetzt mach mal halblang. Mit dieser Antwort kommt man nicht durch die Primarschule!

Die letzte Chance? Immerhin gepackt!

Letzter Versuch, letzte Chance:

Immerhin. Wir lernen: Die richtigen Fragen zu stellen, ist manchmal die grössere Kunst, als kluge Antworten zu geben.

Autor: Matthias

Computerjournalist, Familienvater, Radiomensch und Podcaster, Nerd, Blogger und Skeptiker. Überzeugungstäter, was das Bloggen angeht – und Verfechter eines freien, offenen Internets, in dem nicht alle interessanten Inhalte in den Datensilos von ein paar grossen Internetkonzernen verschwinden. Wenn euch das Blog hier gefällt, dürft ihr mir gerne ein Bier oder einen Tee spendieren: paypal.me/schuessler

4 Gedanken zu „Wer gute Antworten will, muss die richtige Frage stellen“

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