Fröhliche Geburt!

Es ist noch nicht auf der Welt und macht trotzdem schon Lärm: Winterthurs freches Radiobaby.
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Es heisst Radio Stadtfilter, ist ein Kulturradio, Mitglied des Verbands nichtkommerzieller Radios in der Schweiz (Unikom), und es startet heute punkt Mitternacht den Sendebetrieb. Allerdings hört man auf der Frequenz (96,3 MHz in und um Winterthur, 107,35 MHz via Kabel im Kanton Zürich und via stadtfilter.ch überall) jetzt schon Musik – aber klar, dass da noch einiges durchgetestet werden muss.
Ich freue mich als Hörer auf den neuen Sender, zumal die lokale Radiolandschaft in Gestalt von «Radio Top» bis jetzt mehr als trist war. Also ich kann den Brunz nicht hören. Und das schreibe ich jetzt aus Ressentiments, weil ich mich mal um ein Volontariat beim Vorgängersender Radio Eulach beworben habe und abgeblitzt bin. Abgeblitzt bin ich nämlich nur, weil ich den Handballclub aus dieser Stadt nicht kannte und auf mein nichtvorhandenes Sportwissen bin ich heute noch stolz!
Nein, diese maingestreamten Privatradios vertrage ich nicht und das Staatsradio geht mir mit seinem zunehmend penetranten Sauglattismus auch immer stärker auf die Antenne. Da kommt Stadtfilter mehr als gelegen. Ich hoffe auf viele Musikentdeckungen, Sendungen mit Ecken und Kanten und freche und unverbrauchte Radiomacher. Und ich freue mich auf Sendungen, die nicht ins Programmraster der grossen Stationen passen.
Stadtfilter bin ich auch als Macher verbunden. Ich gehöre zu den Morgomatoren (falls die so heissen), das heisst, ich moderiere alle vierzehn Tage die Morgensendung «Morgomat» von sechs bis neun. Ausserdem arbeite ich bei der Digital-Sendung mit, die jeweils am Dienstagabend im «Synapsenfunk» ausgestrahlt wird. Diese Sendung tritt auch die inoffizielle Nachfolge unseres vor genau einer Woche beerdigten Digitalk-Podcasts an.
Also alles Gute dem neuen Sender, einen fulminanten Start und viele begeisterte Hörer in der kleinsten Grossstadt der Schweiz!

Autor: Matthias

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