Audiosaurier

Bis in die 1980er Jahre waren Stereoanlagen technikbedingt so gross, dass sie gleichzeitig auch eigene (manchmal dekorative) Möbelstücke waren. Sie waren ausserdem vergleichsweise teuer, so dass die eigene Stereoanlage eine der ersten grossen Anschaffungen im Leben vieler Teenager war und ein Statussymbol darstellte. (Wikipedia)

Genau, meine Generation. Nun hat meine so langsam volljährig werdende Stereoanlage einige Mühe bei der Wiedergabe von CDs. Vor allem bei den ersten Stücken hängt und ruckelt es, als ob ein unfähiger DJ am Werk wäre. Wahrscheinlich kann man das Problem mit einigen gezielten Tropfen Öl lösen. Jedenfalls habe ich mich etwas umgeschaut und musste feststellen, dass der klassische, phallische Hifi-Turm ganz gehörig aus der Mode gekommen ist. Man findet sie noch, aber nur in der High-End-Nische. In den Mainstreamgeschäften gibts Mikroanlagen, mit denen man höchstens eine Puppenstube beschallen sollte. Ansonsten Dinge, die entweder als Accessoire zum iPod zu zählen sind oder aber als Audio-Anhängsel für die Glotze dienen. Was ist aus dem Stolz jeden Teenagers geworden? Gerade wegen der rasanten technischen Entwicklung ist ein Gerät praktisch, das man jederzeit um eine entsprechend gerüstete Komponente erweitern kann, und die ansonsten alles wiedergibt, was man einspeist.
Hm, aber das Mofa, umgangssprachlich auch «Hödi» genannt, hat sein Revival auch erlebt. Vielleicht sehen wir das auch für das ultimative Tech-Gadget aus den Teenagertagen…

Autor: Matthias

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