Wer mit wem in der Softwarefamilie

Ich bin selbst schuld, wenn ich mich mit inhaltsleeren Marketing­floskeln aus­einander­setze, statt mit meiner Zeit etwas Vernünf­tiges anzufangen. Aber heute hatte ich wegen Adobe leider keine andere Wahl.

«Wussten Sie, dass InDesign zur Indesign-Produktfamilie gehört?»

Shocking news! Hat wieder einer keinen Gummi benutzt? Wenn ja, wie muss man sich das bildlich vorstellen? Irgendwie denkt man unwillkürlich an künstliche Befruchtung bzw. In-Vitro-Fertilisation. Oder Selbstbestäubung gar? Und was würde die selige Oma bloss dazu sagen? „Wer mit wem in der Softwarefamilie“ weiterlesen

Trophäen von der Photokina

Was macht man an einer Fotomesse? Genau: Fotos. Darum gibt es hier zwei meiner Bilder zu sehen, die ich aus Köln mitgebracht habe.

Ich war diese Woche an der Photokina in Köln. Klar, an einer Fotomesse wird fotografiert. Leider hatte ich dazu nicht so viel Gelegenheit wie erhofft, aber zwei nette Bilder habe ich trotzdem mitgebracht.

Hier wird angestanden, bis es endlich in die Hallen reingeht.

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Herrn Schweizers bestes Stück

Floskeln dreschen, Euphemismen vom Stapel lassen – wenn die Medien die Dinge nicht beim Namen nennen wollen, sollten sie besser schweigen.

Es gibt gewisse Formulierungen, auf die ich allergisch reagiere. Die Sendung «Kassensturz» von SF kann ich mir nicht mehr anschauen, weil dort in jedem zweiten Satz von «Herr und Frau Schweizer» die Rede ist. Ein oberdümmliches Synonym für «Schweizer Konsumenten». Ähnlich schlimm ist die Formulierung «das beste Stück des Mannes», oder, im heutigen Tagi auf Seite 21, in der Variante «das beste Teil».
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VBA… adé!

Eine für viele Nutzer unverzichtbare Funktion von Office ist die Automatisierung mittels VisualBasic. Da ist es ein Schock, dass diese Funktion in Office für Mac 2008 ersatzlos gestrichen wurde.

Gemäss Rücksprache mit Microsoft kann im Office:mac 2008 wirklich kein Makro geschrieben werden. Die User die diese Funktion nutzen wollen, müssen die Version Office:mac 2004 benutzen

Diese Information erhalte ich von der Pressefrau von Microsoft. Ich habe dort nachgefragt, weil ein Leser von mir wissen wollte, was denn die Meldung hier zu bedeuten hat:

Beim Öffnen einer Datei mit Makros wird man freundlich darauf hingewiesen, dass man diese Makros gefälligst entfernen sollte.

Also da glaubt man, alles gesehen zu haben, aber das haut mich nun doch aus den Socken. „VBA… adé!“ weiterlesen

Dunkle Stelle am Apfel

Apple herrsch mit eiserner Faust über den App-Store. Das muss einen als Freund der freien Software betrüben.

Nun ist aber doch ein Wort der Kritik fällig, was den Apple Store angeht. Grund dafür ist die Meldung, dass Apple offenbar unliebsame Programme vom iTunes App Store fernhält. Das kann man etwa bei maclife.de nachlesen:

In den letzten Monaten fielen einige Applikationen anscheinend Apples Richtlinien zum Opfer. Darunter so sinnfreie Anwendungen wie das virtuelle Furzkissen «Pull My Finger», das gegen das Warenzeichen Tetris verstoßende Tris-Spiel oder das Rollenspiel «Aurora Feint».

Neuestes Opfer ist Podcaster, das – wie der Name schon sagt – Podcasts ohne den Umweg über iTunes aus dem Netz direkt auf den iPod touch oder das iPhone lädt. Da bereits seit längerem die Beweggründe für wieder aus dem App Store genommene oder gar nicht erst zugelassene Programme von vielen als «frustrierend» angesehen wurden, stellte der Entwickler von Podcaster einfach den von Apple genannten Grund online: «Weil Podcaster die Verbreitung von Podcasts unterstützt, kopiert es die Funktionalität der Podcast-Sektion von iTunes.»

Diese Begründung von Apple ist sowohl arrogant wie auch entlarvend: „Dunkle Stelle am Apfel“ weiterlesen

Der Musikerkenner

Shazam erkennt, welche Musik im Radio oder in einem öffentlichen Lokal gespielt wird – und zwar erstaunlich zielsicher.

Und noch eine App, die auf jedes iPhone gehört: Shazam!

Dieses Programm erkennt Musik, die gerade gespielt wird und liefert Interpret, Titelname und Album. Sehr praktisch, wenn eine TV-Serie mit einem kaufwürdigen Song untermalt wird oder wenn (wider Erwarten) etwas Gutes im Radio läuft. Merci, Romeo, für diesen Tipp, das funktioniert bestens. „Der Musikerkenner“ weiterlesen

Tags und nachts

Apps, die man rund um die Uhr benutzen möchte: Genius, Telefonbuch, Sol Free Solitaire und WiFiFoFum sind meine diesbezüglichen Tipps.

Was haltet ihr eigentlich von «Tag und Nacht», der Arztserie made in Switzerland? Mir gefällt sie ganz gut, muss ich sagen. Hat internationales Format, ist schön gefilmt, gute Schauspieler und interessante Figuren. Bis auf diesen türkischen Vater gestern, der etwas gar flach rüberkam und dann fürchterlich leicht zu bekehren war.

Was mir auch gut gefällt, ist die neue Funktion im iPhone und in iTunes, die «Genius» heisst, und die ich tags und nachts verwenden könnte. Man wählt einen Titel, klickt aufs Genius-Symbol und erhält eine automatische Playlist, in der passende Stücke zusammengewürfelt werden.

Genius in Aktion.

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Die Vergoogelung des Web

Der Browser von Google, Chrome, ist auf dem Vormarsch – und auch wenn er dem Internet Explorer bislang nicht gefährlich wird, stellt sich die Frage: Soll man mitmachen oder sich verweigern?

Ich will es mir aber nicht nehmen lassen, heute noch seriös zu bloggen. Da lese ich in diversen Blogs und Newsmeldungen, Googles Browser hätte bereits einen Marktanteil von ein bis zwei Prozent. Das kann ich nicht bestätigen. Ich sehe bei meiner Site einen Anteil von 0,37 Prozent:

Der Internet Explorer dominiert das Web – Firefox auf Platz zwei.

Die Grafik stammt von Google Analytics und zeigt die Besucher von einem Tag.  „Die Vergoogelung des Web“ weiterlesen

Zu lange inaktiv

Also das nehme ich persönlich. Zählt denn geistige Arbeit gar nichts? Warum wird abgestraft, wer nicht wild herumklickt? Steckt da schon die Webwerbungsmafia dahinter, die es am liebsten sieht, wenn man seinen Mauszeiger auf alles richtet, was sich bewegt oder nicht? Nein, da verweigere ich mich. Passiver Widerstand! Ziviler Ungehorsam! Mein Zeigfinger gehört mir!

Verstopfte Röhren und andere Chrome-Geheimnisse

Durch die Eingabe von about: in die Adressleiste lassen sich sowohl bei Google Chrome als auch bei Firefox interessante technische Informationen in Erfahrung bringen. Tipps zu den beiden Browsern.

Vorsicht, das ist ein absolutes Geek-Posting! Eine nette und nützliche Funktion in Chrome ist, über die Eingabe about: in der Adresszeile Statusinformationen abrufen zu können. Eine Liste der vorhandenen About-Seitenhabe ich bei lifehacker.com gefunden:

about:memory

zeigt den Speicherbedarf von Chrome an. Wenn andere Browser, namentlich der Internet Explorer oder Firefox laufen, dann werden auch die in der Liste berücksichtigt. Wobei das nicht heisst, dass man die Speichernutzung vergleichen könnte – dazu müssten in allen Browsern die gleichen Bedingungen herrschen und insbesondere die gleichen Seiten geladen sein.

about:crash

simuliert die Absturz-Fehlermeldung. „Verstopfte Röhren und andere Chrome-Geheimnisse“ weiterlesen