Leppert kommt

Heute kommt Leppert in die Läden. Leppert – bzw. läppert – sich das für Apple? Wohl nicht so sehr wie «Halo 3» sich für Microsoft geleppert hat. Wegen «Leopard»… und so heisst Mac OS X 10.5 eigentlich, aber weil man das auch hierzulande offenbar nicht deutsch aussprechen darf, sondern betont englisch zu betonen hat, lautet die offizielle Schreibweise in diesem Blog nun einmal «Leppert». Wobei Kalauer mit «deppert» plump und unoriginell und darum verboten sind, aber die Bemerkung zu wiederholen, «Leppert» klinge im Grunde mehr nach Krankheit als nach Betriebssystem mit solider Unix-Basis und neuem, lustigem Springbock-Feature, kann ich mir dann doch nicht verkneifen…

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Die drehende Pizza des Todes

«Pizza des Todes» oder «Marble of Doom» wird er von den Anwendern genannt: Der Mauszeiger, der farbig rotierend signalisiert, dass am Mac nichts weitergeht. marbleofdoom.com hat ihm ein Denkmal gesetzt und natürlich habe ich beim Zählrad der vergeudeten Zeit gleich eine halbe Stunde eingetragen. Zumal mich GarageBand beim Schneiden des «Digitalk» auch gerne und oft aufs Geduldsrad flicht. Das wäre übrigens mein Beitrag zu diesem Thema. Die Redewendung «Aufs quietschbunte Geduldsrad flechten». Duden, hörst du mich?

iPod und die Folgen

Diese Woche erhalte ich von Apple ein unscheinbares Päckchen. Mit brandgefährlichem Inhalt. Ein iPod Touch, den ich, wo ich doch nun mal Computerjourni bin, doch mal unverbindlich testen sollte.

Ich freue mich sehr auf Deine Meinung zum iPod touch…. Bin fast sicher er gefällt Dir 😉

… schreibt Andrea, Apples Pressefrau, scheinfromm. Natürlich, er wird. Frau Brack weiss um den Appeal des Players und um die Verführbarkeit von uns Gadgetjunkies. Und während andere Musikplayerhersteller ihre Geräte an die Schreiberlinge verschenken, listet Apple die «Pflichten des Leihnehmers» im beigelegten Zettel akribisch auf. Zu denen gehört auch das:

Der Leihnehmer gibt die Leihobjekte in funktionsbereitem Zustand komplett mit Zubehör und Verpackung, so wie er sie erhalten hat, zurück.

Immerhin werde ich nicht vertraglich verpflichtet, meine fettigen Fingerabdrücke vom spiegelglatten Touchscreen wegzuwischen.

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Schinken des Monats: RTL

Es ist doch immer wieder erstaunlich, was sich die Privatfernsehsender noch einfallen lassen, um den Zuschauer zu drangsalieren. Besonders tut sich in dieser Disziplin meines Erachtens Radio Television Luxemburg hervor. Beispielsweise mit ellenlangen Werbeblöcken, die immer noch dreissig Sekunden vor dem Ende einer «Monk»-Folge eingeschoben werden (da schlafe ich regelmässig ein und verpasse die Aufklärung). RTL tut sich auch durch besondere Aufdringlichkeit bei Werbeeinblendungen («Programmhinweise») während des laufenden Programms hervor.

Der Gipfel der Respektlosigkeit ist aber ein neues Phänomen, das ich während der beiden letzten Folgen von «Prison Break» gesehen habe. Da erscheint, zwischen «Mein RTL»-Stationskennung und der Serie eine kurze Werbeeinblendung von genau einem Einzelbild. Man könnte das für einen Fehler halten. Per Harddisk-Recorder sieht man aber, dass es durchaus kein Versehen ist. Klickt man sich Bild für Bild vorwärts, erscheint plötzlich ein Bild von Wrigley «Airwave»-Kaugummis. RTL versucht, zu später Stunde dem Zuschauer sublime Botschaften ins Unterbewusste zu schieben. Getreu nach der «Iss-Popcorn/trink-Cola-Studie».

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Gesinnungsbeulen in der Polit-Silhouette

Gute Güte, ich werde älter!

Heute morgen brütete ich über meinen Wahlunterlagen für die National- und Ständeratswahlen vom 21. Oktober. Wie schon vor vier Jahren habe ich meinen Wahlzettel exakt nach den Empfehlungen von Smartvote.ch ausgefüllt und ein handschriftliches, mit quer durch die vielen Listen zusammengesuchten Namen bestücktes Meisterwerk ins Stimmcouvert gepackt. Auffällig übrigens die Häufung von Filmemachern auf meinem Wahlzettel. Ausserdem gibt es viele Journalisten und noch mehr Informatiker und es manifestierte sich heute auch eine unbewusste Vorliebe für allerletzte Listenplätze. Der Empfehlung von Smartvote getreulich folgend habe ich in mehreren Fällen den auf der 34. Position seiner Liste stehenden Kandidaten auf meinen Zettel übertragen. Und ich neige zu zwei Extremen gleichzeitig, indem ich diverse sehr junge Leute und ebensoviele sehr alte Leute gewählt habe. Wäre ich Politiker, würde ich deswegen nun mein generationenverbindendes und altersgrabenüberwindendes Naturell herausstreichen.

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